Bärlauch Liebe

Es ist endlich soweit; die ersten zarten Bärlauchblätter schauen zwischen dem alten Laub hervor! Bärlauch ist ein sehr bekanntes und beliebtes Wildgemüse, das hervorragend in die leichte, blutreinigende Frühlingsküche passt. Er wirkt er gegen eine Vielzahl von Viren und Bakterien, ohne dabei die nützlichen Bakterien im Darm zu zerstören. Die Verdauung wird gefördert, Magen- und Darmprobleme werden gelindert. Ausserdem hilft der Bärlauch Blutdruck und Cholesterin zu senken. Aber Vorsicht, mit kleinen Mengen anfangen, es kann sonst zu Übelkeit führen, wenn man sich gleich die volle Ladung genehmigt! Eine Kur von 3 Wochen mit 2 bis 3 Blättern am Tag wirkt schon Wunder! Ausserdem sollte man sich sicher sein, dass es auch wirklich Bärlauch ist, es gibt da schon Kandidaten für Verwechslungen. Siehe Foto!


Foto: @Klostermedizin


Beim Sammeln die einzelnen Blätter pflücken, damit kein falsches "Beigemüse" mitgepflückt wird, und bitte auch nicht mehr nehmen als gebraucht wird.

Ich mag den Bärlauch sehr gerne in einem Brotaufstrich, kleingehackt in Frischkäse. Oder im Omelett, auch fein gehackt, durchaus auch gemischt mit Löwenzahn, Giersch, Scharbockskraut und Gundermann.

Wunderbar zu Pasta aller Art ist das Bärlauch Pesto:


200 g Bärlauch

25 g Pinienkerne

25 g Parmesan

1 Teelöffel Salz

150-250 ml Olivenöl

Bärlauch waschen, trocken tupfen und fein hacken. Pinienkerne ohne Fett in der Bratpfanne leicht anrösten (Vorsicht, verbrennt schnell). Parmesan reiben und mit den Pinienkerne in die Küchenmaschine geben und fein hacken. Die restlichen Zutaten dazugeben und kurz zu einer sämigen Masse mixen. Wenn das Pesto zu dickflüssig ist, mehr Öl dazugeben. Abschmecken und eventuell noch nachsalzen.

In ausgekochte Gonfigläser abfüllen, beschriften und innerhalb 2 Wochen aufbrauchen. Im Kühlschrank lagern oder für längere Konservierung einfrieren.

Alternativ kann man die Pinienkerne und den Parmesan auch erst bei Verzehr untermischen, dann erhöht sich die Haltbarkeit auf mehrere Monate (auch im Kühlschrank).



Wenn die Bärlauchblätter nicht mehr ganz so jung sind, empfiehlt sich das Bärlauch Salz; ein beliebtes Mitbringsel und einfach gemacht:


Eine Handvoll Bärlauchblätter mit dem Pürierstab oder im Mixer zerkleinern, bis eine feine Paste entsteht. Mit 200 gr. Meersalz in einer Schüssel gut vermischen. Zum Trocknen in einer dünner Schicht aufs Backblech streichen und bei 50° C Umluft mindestens eine Stunde im Backofen trocknen lassen. (Holzkelle in die Tür, damit die Feuchtigkeit entweichen kann). Zwischendurch durchmischen nicht vergessen.


Ich wünsche allen frohes Bärlauch Finden, achtet doch auf saubere Plätze, die nicht als Hundeklo gebraucht werden... etwas abseits ist es sowieso schöner 😊



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